Sonntag, 30. November 2014

Falschparken ein Kavaliersdelikt?

Aufkleber für Windschutzscheibe in Mainz
An das Bild eines parkendes Pkws auf dem Radweg bzw. Schutzstreifen oder Gehweg oder auf öffentlichen Freiflächen, wie auf dem Bild haben wir uns fast schon gewöhnt. So langsam haben es aber viele satt und zeigen Falschparkern die Rote Karte. Einige rufen die Knöllchenpolizei an, andere unterzeichnen die Petition von Clevere Städte, wieder andere sprechen mit den Pkw-Fahrern und wiederum andere kleben Aufkleber auf die Windschutzscheibe des falsch geparkten Pkws. Allen gemein ist es, dass sie ein Zeichen setzen für mehr Verkehrssicherheit.
Warum Verkehrssicherheit? Ganz einfach, illegal parkende Pkws führen zu schlechteren Sichtbeziehungen innerhalb des fließenden Verkehres und erfordern viel zu häufig gefährliche Ausweichmanöver, da z.B. die radfahrende Person vom Radweg auf die Pkw-Fahrbahn ausweichen muss.
Der Staat verfügt nicht über die nötigen Ressourcen um das Falschparken konsequent zu verfolgen. Der PKW-Führer hat auch keine Lust stundenlang nach einer legalen Stellfläche zu suchen und so wird dort geparkt, wo man glaubt niemanden zu stören. Oftmals wird dabei aber nur an den PKW-Verkehr gedacht und andere Verkehrsarten wie das Radfahren und zu Fuß gehen vollkommen vergessen.
Ich kann die PKW-Nutzer nur zu gut verstehen. Wenn man sich mal überlegt, dass man an nur zwei von sieben Tagen eine legale Stellfläche findet und man alle fünf Tage, an denen man falsch parkt, ein Knöllchen erhält, so bezahlt man im Monat etwa 60 € Strafe. Das ist oftmals weniger als eine gemietete Stellfläche in den Städten kostet. So bleibt Falschparken ein billiges Kavaliersdelikt.



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