Donnerstag, 18. April 2019

40 Jahre ADFC und kein Stück weiter

neue Busspur in der Frankfurter Str.
Quelle: eurotransport.de
Am 18. April 1979 wurde der @fahrradclub gegründet. Dies ist 40 Jahre her. Zeit zurückzublicken.

Damals Ende der Siebziger in Wiesbaden war der Erfinder der Busspur Rolf Schaaff Amtsleiter für das Verkehrswesen. Auch damals ebbte bereits eine Radverkehrswelle durch Deutschland. Das Fahrrad war für viele das schnellste Fortbewegungsmittel im urbanen Raum. Trotzdem setzte es sich nicht durch.
Damit der Wechsel auf Rad klappt braucht es vorallem Visionen und diese sind heute wie damals rar gesät.

Der Der Spiegel diskutierte bereits 1978 über den "Wertvoller Raum" in den Innenstädten. In Wiesbaden war mal stolz, dass man die Radwege so gut wie abgeschafft hatte. Schließlich braucht man Raum den PKW.
Titelblatt Spiegel 26/1978
Quelle: spiegel.de
Wiesbadens Amtsleiter begründet die rigorose Behördenbremse: "Der Raum in der Innenstadt ist viel zu wertvoll, als daß wir etwas für die wenigen Radfahrer abzwacken könnten."

Es fehlt schlicht die Erkenntnis, dass das schnelle und vor allem platzsparende Fahrrad Innenstädte belebt.

Wir wünschen den ADFC in den nächsten 40 Jahren mehr Erfolg bei der Förderung des Radverkehrs.

Dazu startet der ADFC 2019 die Kampagne #mehrPlatzfürsRad
Macht mit und meldet euch beim ADFC Wiesbaden.

Dienstag, 16. April 2019

Fahrradklimatest 2018 - Ergebnisse

ADFC-Fahrradklimatest 2018
Quelle: fahrradklima-test.de
Wiesbaden behält die Rote Laterne und bleibt Deutschlands fahrradunfreundlichste Großstadt über 200.000 Einwohner. Die Bürger wählten ihre Stadt zum vierten Mal in Folge beim ADFC-Fahrradklimatest.
Doch in Wiesbaden bewegt sich etwas. Seit Mai 2017 ist Andreas Kowol (Radfahrer) Verkehrsdezernent. Mit ihm ist ein der politischer Wille etwas für den Radverkehr zu tun spürbar. Dies und das Damoklesschwert eines "Dieselfahrverbotes" ebneten den Weg für viele umgesetzte Maßnahmen im Herbst 2018. Der innere 1. Ring erhält einen Radweg, geschützte Radwege in drei Straßen, rot markierte Kreuzungsbereiche und eine Imagekampagne "Fahrrad aus dem Keller holen" sind die sichtbarsten Maßnahmen.

Das Ergebnis der Anstrengung ist der 1. Platz in der Kategorie "Aufholer". Wiesbaden verbesserte sich um stolze 0,19 Noten auf die Gesamtnote 4,4.

Deutlich erkennbar ist, dass die Stadt Wiesbaden mehr als einen Kowol braucht um fahrradfreundlich zu werden und endlich die Rote Laterne abzugeben.

  • eigener Haushaltstitel
  • 20 € / Einwohner und Jahr
  • geschlossenes Netz
  • ein Leuchtturmprojekt
  • und vor allem politischen Willen durch alle Parteien dem Rad innerstädtisch Vorrang zu geben
Die kompletten Ergebnisse gib es hier:

Montag, 15. April 2019

Critical Mass Wiesbaden 19.Ápril

Logo criticalmasswiesbaden
Quelle: blog
In Wiesbaden dreht sich was. Seit 2019 gibt es eine "echte" Critical Mass. Sie ist quasi Nachfolger des seit 2012 durch das Bündnis "Verkehrswende Wiesbaden" initiierten stark politisch ausgerichteten Fahrradkorsos. Die criticalmasswiesbaden (Eigenschreibweise) sieht sich als unorganisierte Gruppen von radfahrbegeisterten an,  die einfach einmal im Monat eine spontane Runde durch die Stadt drehen und Freude am Radfahren haben.

Treffpunkt ist immer am dritten Freitag im Monat um 18:30 Uhr bei der Kunstinstallation "Koffer" auf dem Bahnhofsvorplatz.

Wer sich selber informieren will, fährt am Besten mit und dies gleich am kommenden Freitag oder guckt im WebFacebook oder Instagram nach.

Diesen Freitag rollt die Critical Mass Wiesbaden am Car-free-day. ;-)